Was mir im Unterricht wichtig ist!

 

  • Zeit
Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Arbeit mit Mensch und Tier.
Es geht nicht darum, während einer Reitstunde möglichst viel zu lernen, sondern eher, die vorhandene Zeit zu nutzen und eine Übung oder einen Zustand zu verbessern. Wichtig ist mir, dass Reiter und Pferd immer mit einer gelungenen Übung aus der Stunde entlassen werden.
Das kann heißen, dass die Stunde etwas länger dauert, aber kann auch heißen, dass ,gerade wenn ich an der Ausbildung eines Pferdes arbeite, die Stunde vorzeitig beendet wird (die übrige Zeit wird selbstverständlich gutgeschrieben bzw. nachgeholt). Denn es gibt Situationen, die man zumindest in der aktuellen Trainingseinheit nicht mehr verbessern kann.
Hat das Pferd also eine Übung gut gemeistert, die ihm ansonsten schwer fiel, oder an der man schon lange arbeitet, ist es für das Pferd die beste Belohnung das Training für diesen Tag zu beenden.
Es macht wenig Sinn eine Übung bis zum Erbrechen zu Wiederholen, das Pferd müde zu machen oder gar zu langweilen oder zu überfordern.
  • Geduld
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Geduld. Es macht keinen Sinn Reiter oder Pferd zu drängen oder gar unter Druck zu setzten. Als Ausbilder verfüge ich über sehr viel Geduld, denn ich kenne selbst die Situationen zu gut, in denen man etwas besonders gut machen will, aber der eigene Körper macht einem wieder und wieder einen Strich durch die Rechnung. Denn eingefahrene, automatisierte Bewegungsabläufe sind nicht so schnell abzustellen. Ohne dass es einem selbst bewußt ist, macht der Körper den einen oder anderen Fehler immer wieder. Hier hilft es nicht ungeduldig zu werden. Ganz in Ruhe konzentriert man sich auf die eine "falsche" Bewegung und arbeitet daran, sie durch ein anders Bewegungsmuster zu ersetzen. Das gelingt meist weder in einer Trainingseinheit noch in 3 oder 4. Das muss auch dem Reitschüler klar gesagt werden, dass er sich nicht selbst unter Druck setzt.
Dazu kommt, dass Reiter unter Druck fest und unbeweglich werden. Das ist dann der Anfang vom Ende, der Reiter muss erst wieder locker werden, bevor mit einem konzentrierten Arbeiten fortgefahren werden kann.
Ungeduld bei Pferden rächt sich auf der Stelle und ist ganz und gar unangebracht! Gerade beim Beritt von Pferden ist meine große Stärke die Geduld, die ich aufbringe um den Tieren meinen Wunsch verständlich zu machen und das Gefühl dafür zu haben, den kleinsten richtigen Ansatz sofort zu Belohnen.
Denn meist verstehen sie nicht, was gefordert wird. Dann ist es meine Aufgabe, ihnen mit Ruhe und Geduld verschiedene Wege aufzuzeigen, die Lösung zu finden.
  • Konsequenz und Geradlinigkeit
Konsequenz ist eher beim Pferd von hoher Bedeutung. Pferde können nicht verstehen, wenn sie heute etwas dürfen, was morgen wieder verboten ist. D. h. bei mir darf kein Pferd an der Hand grasen, denn es versteht den Unterschied nicht. Heute gehe ich mit meinem Pferd an der Hand grasen und morgen gehen wir zum Reitplatz, mein Pferd nimmt den Kopf herunter und beginnt zu grasen, ich rüge das Pferd. Diese Handlung ist für ein Pferd vollkommen verwirrend. Daher mache ich es ihm leichter, indem es nie an der Hand grasen darf. Auch unter dem Reiter/beim Putzen und Führen gibt es einige Regeln, die das Pferd lernen muss. Diese Regeln erleichtern beiden Parteien den täglichen Umgang enorm.
Geradlinigkeit ist dann wieder für Reiter wichtig. Ich als Trainer habe eine Vorbildfunktion. Mein Handeln ist geradlinig und nicht heute so und morgen so. Das gibt dem Reitschüler Sicherheit.

 

  • Gefühl / Einfühlungsvermögen
Für einen Reiter, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, ist es von großer Wichtigkeit, ein Gefühl für bestimmte Bewegungsabläufe im eigenen sowie auch im Pferdekörper zu bekommen. Kontrasterfahrungen gehören also zum Training dazu, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sich "Richtig " und wie sich "Falsch" anfühlt. Auch muss man als Reiter über viel Gefühl verfügen, um in das Pferd hineinzufühlen. Man muss unterscheiden können zwischen:
  1. Wann entsteht der Fehler
  2. Versteht das Pferd mich nicht
  3. Will das Pferd mich nicht verstehen
  4. Hat das Pferd unter Umständen Schmerzen
Ein Reiter muss seine Hilfen anhand von "Gefühl" fein dosieren und abstufen können.
Ein Reiter sollte erfühlen können:
  1. Wie bewegt sich das Pferd unter mir (Fußfolge)
  2. Macht sich das Pferd fest oder ist es locker
  3. Bewegt es sich korrekt
  4. z. B. bei einer Vorhandwendung: Bleibt das innere Vorderbein stehen, oder geht es mit? Kreuzt das Pferd mit der Hinterhand sauber oder setzt es nur bei?
Jeder Mensch ist anders und reagiert anders, daher ist es enorm wichtig jeden Reiter als Individuum zu sehen und auch unterschiedlich auf ihn einzhugehen.  Ich muss ein Gefühl dafür entwickeln, welche Hilfestellung jedes Individuum speziell in dem jeweiligen Moment bedarf. Ich muss sensibel bei Korrekturen sein. Ich muss ein Gefühl dafür entwickeln, wann Reiter oder auch Pferd überfordert sind oder die Konzentration nachläßt.

 

  • Spaß
Bei aller Ernsthaftigkeit und dem Wunsch nach korrektem Reiten bzw. Pferdetraining darf der Spaß nicht in den Hintergrund gelangen. Mir ist wichtig, dass in den Reitstunden auch gelacht wird. Das lockert die Situation auf und kann so manche Steifheit beim Reiter lockern. Wird man zu verbissen, ob als Reiter oder Trainer, so bleibt der Spaß auf der Strecke und die Leidtragenden sind meist am Ende die Pferde. Wobei auch eine Weiterentwicklung des Reiters durch Verbissenheit ins Stocken gerät, da der Reiter fest wird und dies unmittelbar auf das Pferd überträgt!

 

 

 

 

  • Abwechslunng

 

 

       

 

 

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